Der Gedanke an ein eigenes Krankenhaus für die Gemeinde Huckingen kommt zum ersten Mal im Jahr 1908 auf. Doch es gibt viele Hindernisse zu überwinden. Am 6. April 1913 ist die feierliche Grundsteinlegung, am 19. Mai 1914 die Eröffnung: das St. Anna Krankenhaus unter der Trägerschaft der Ordensgemeinschaft der Cellitinnen gilt als eines der modernsten Krankenhäuser Westdeutschlands. Doch schon wenige Monate nach der Einweihung beginnt der Erste Weltkrieg. St. Anna wird zum Reservelazarett und ist schnell überbelegt. Bereits während des Krieges werden konkrete Pläne zur Erweiterung des Hauses gemacht. Ein neuer Behandlungstrakt wird 1928 eingeweiht.
Zu Beginn der 1930er Jahre wird das Krankenhaus weiter ausgebaut. Doch auch nach diesen Veränderungen kehrt keine Ruhe ein: Der Zweite Weltkrieg kündigt sich an. Es werden wieder verwundete Soldaten aufgenommen, die Schwestern müssen zusätzlich zu Ihrer Arbeit Luftschutzübungen durchführen, jeden Abend muss das Haus vollständig verdunkelt werden. Trotz dieser Maßnahmen passiert in der Nacht vom 21. auf den 22. Mai 1944 die Katastrophe: Eine Bombe und eine Luftmine treffen das St. Anna. Der Mittelbau wird völlig zerstört, 48 Patienten und Mitarbeiter sterben bei dem Angriff. Es folgen Monate, in denen immer wieder improvisiert werden muss. Am 12. April 1945 ergibt sich die Stadt Duisburg. Die Cellitinnen stehen zwar vor einem kaum funktionsfähigen Krankenhaus, können nun aber endlich mit dem Wiederaufbau beginnen.
1950 gehört das St. Anna erneut zu den modernsten Krankenhäusern des Landes. Damit kommt die Entwicklung des Hauses jedoch nicht zum Stillstand: in den 50er und 60er Jahren wird kontinuierlich an- und ausgebaut. |